Kooperation zwischen Salvea und der Brustklinik des St. Franziskus-Hospitals

Was können Patientinnen und Patienten tun, um nach Brustoperationen ihre Beweglichkeit zu erhalten und gezielt Muskelaufbau zu betreiben? „Viele Betroffene sind erst einmal unsicher, welche Bewegungen ihnen guttun und wie oft sie üben können“, erläutert Dr. med. Barbara Krause-Bergmann, Chefärztin der Klinik für Brusterkrankungen am St. Franziskus-Hospital Münster. Deshalb werden die Patientinnen und Patienten nach einer Brust-Operation im St. Franziskus-Hospital von Physiotherapeutinnen betreut, die speziell geschult sind. „Die von uns zusammengestellten Übungen können schon kurz nach einer Brustoperation ausgeführt werden und unterstützen den Heilungsprozess“, erläutert Gesa Schnug-Ehlke der auf dem FranziskusCampus ansässigen Physiotherapiepraxis Salvea. Bereits vor mehreren Jahren hat das Salvea-Team in enger Abstimmung mit Brustklinik einen Flyer gestaltet, in dem wirkungsvolle Übungen gezeigt und erläutert werden. Dieser liegt nun in aktualisierter Neuauflage vor.

Heilung fördern, Wohlbefinden unterstützen

In diesem aktuellen Flyer werden Bewegungsübungen vorgestellt, die nach einer Brustoperation zu empfehlen sind.

Gezielte Bewegung tut gut – auch schon kurz nach einer Brustoperation. Das bestätigen auch Salvea-Mitarbeiterin Elisabeth Göbel und Birgit Sickmann, die als Pflegeexpertin für Brusterkrankungen am Brustzentrum des St. Franziskus-Hospitals arbeitet. „Die Bewegungsübungen haben viele positive Effekte“, erläutern sie. „So fördern sie den Lymph-Abfluss und tragen dazu bei, dass das Narbengewebe besser durchblutet wird.“ Außerdem können die Patientinnen und Patienten ihre Muskulatur stärken und vermeiden, dass sich die Muskeln und Sehnen verkürzen.

Gesa Schnug-Ehlke erklärt die Durchführung einer Brustübung

„Sehr wichtig ist uns auch der persönliche Kontakt mit den Betroffenen“, fügt Gesa Schnug-Ehlke hinzu. Dabei geht es natürlich zuerst einmal darum, die Abläufe der Bewegungsübungen zu erklären und einzuüben. „Bei unseren Terminen mit den Patientinnen und Patienten kommen aber natürlich auch die privaten Sorgen und Gedanken zur Sprache, die im Zusammenhang mit der Operation auftreten“, erzählt das Salvea-Team. „Dann tut es den Betroffenen häufig auch einfach gut, wenn wir ihnen Mut zusprechen, über unsere Erfahrungen berichten und sie dazu motivieren, die Übungen auch zu Hause weiter durchzuführen.“

Oft bleibt der Kontakt weit über den stationären Aufenthalt hinaus bestehen, denn die Physiotherapeuten auf dem FranziskusCampus stehen auch für die weitere ambulante Behandlung zur Verfügung.

„Die Übungen sind einfach, aber sehr effektiv“

Mit den Bewegungsübungen, die nach Brust-Operationen empfohlen werden, ist es wie mit anderen Bewegungskonzepten auch: Sie wirken am besten, wenn man sie regelmäßig ausführt. „So einfach die Übungen auch sind: Sie sind sehr effektiv und wohltuend“, bestätigt Gesa Schnug-Ehlke. Das Übungsprogramm startet mit der „Fingerpumpe“, die leicht in den Alltag zu integrieren ist. „In den ersten Tagen nach ihrer Operation sollten die Patientinnen und Patienten die „Fingerpumpe“ immer üben, wenn sie daran denken – möglichst jede Stunde“, erläutert die Physiotherapeutin. Wann und wie häufig die anderen Übungen ausgeführt werden sollen, ist individuell verschieden und wird im persönlichen Gespräch mit den Patientinnen und Patienten geklärt. Für alle, die sich einen Überblick über die empfohlenen Übungen verschaffen möchten, steht der Übungsflyer als Download zur Verfügung. Jedes Training nach einer Operation sollte gut mit den begleitenden Physiotherapeuten abgestimmt werden, betont Gesa Schnug-Ehlke.

Die Übungen sind sehr effektiv und wohltuend.

Gesa Schnug-Ehlke, Physiotherapeutin

Die physiotherapeutischen Brustübungen am Beispiel der „Finger-Pumpe“

Nach einer Brustoperation ist es wichtig, den Rückfluss von Gewebewasser anzuregen. Die „Finger-Pumpe“ ist eine Übung, die sich dafür hervorragend eignet. Und so einfach geht’s:

Um über Ihre Arme und Hände einen Pumpmechanismus zu erzeugen, strecken und fausten Sie die Finger schnell hintereinander – 30 Mal! Üben Sie, so oft Sie daran denken – möglichst jede Stunde.

Informationen & Kontakt:

Klinik für Brusterkrankungen
Dr. med. Barbara Krause-Bergmann
Hohenzollernring 70
48 145 Münster
Telefon: 0251 935-5580
Telefax: 0251 935-4474

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Weitere Informationen:

salvea – Lust auf Gesundheit
Hohenzollernring 70
48145 Münster

Telefon: 0251 935-3985

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