Aus dem Kreißsaal zur Fußball-WM

Diesen Sommer fand in Mexiko die 25. Fußball-Weltmeisterschaft der Ärzte statt. Mit dabei im „Masters-Team“ der deutschen Fußball-Ärztemannschaft war Dr. med. Nikolaos Trifyllis, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am St. Franziskus-Hospital. Die Fußballweltmeisterschaft war die erste große Turnierteilnahme für den 46-jährigen, der seit seiner Kindheit Fußball spielt. Um auch zwischen seinen Einsätzen für das Nationalteam am Ball zu bleiben, trainiert Dr. Trifyllis jede Woche mit weiteren fußballbegeisterten Mitarbeitenden aus dem Franziskus-Hospital bei den „Franziskus-Kickern“, einer Betriebssportgruppe.

Fußball-Weltmeisterschaft der Mediziner

Beim jährlich stattfindenden „World Medical Football Championship“ (WMFC) kämpfen 1200 Mediziner aus der ganzen Welt um den WM-Titel. Dabei treten die Ärzte in zwei Altersgruppen gegen einander an: Bei den „Champions“ spielen Mediziner unter 45 Jahren, bei den „Masters“ die älteren Jahrgänge. Das deutsche „Masters-Team“, in dem Dr. Trifyllis als rechter Außenverteidiger kickt, schaffte es durch zwei Vorrunden-Siege gegen Gastgeber Mexiko und Katalonien in die KO-Runde. Hier scheiterte die deutsche Elf an den ukrainischen Medizinern und belegte den siebten Platz unter 24 Mannschaften. Neben der sportlichen Leistung kam bei der Fußball-WM auch der fachliche Austausch nicht zu kurz: Zeitgleich zum Turnier in Cancun fand ein fünftägiger Kongress mit medizinischen Vorträgen statt. Diese Kombination von Fußball und Wissenschaft schätzt Dr. Trifyllis sehr – genauso wie das Netzwerken mit den Kollegen.

„Es ist schon toll, so viele fußballbegeisterte Mediziner aus aller Welt kennen zu lernen“

Dr. Trifyllis

Von der Kreisliga ins Nationalteam

Zum Fußball fand Dr. Trifyllis, der seit 2015 in Westbevern lebt, schon als Kind: In seiner Heimatstadt Köln spielte der Sohn griechischer Eltern beim SC West Köln – allerdings in der Kreisliga. Ins Nationalteam gelangte der Münsteraner Chefarzt durch den Hinweis eines befreundeten Mediziners. Er nahm Kontakt zum Verein „Deutsche Fußball Ärztemannschaft e.V.“ auf und überzeugte in einem Probetraining. „Nur approbierte Ärzte werden in die Nationalmannschaft aufgenommen, keine Medizinstudenten“, erläutert Dr. Trifyllis. Zu den 25 Spielern des deutschen Teams gehören Ärzte der unterschiedlichsten Fachrichtungen – Krankenhaus-Mediziner ebenso wie niedergelassene Kollegen und Assistenzärzte. Zur Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft absolviert die Mannschaft ein mehrtägiges Trainingslager. Auch bei einigen Benefizturnieren war Dr. Trifyllis schon im Einsatz. Für das nächste Jahr ist die Teilnahme an den Europameisterschaften in Barcelona und an der WM in Buenos Aires geplant. „Für alle Termine mit dem Nationalteam müssen wir uns natürlich Urlaub nehmen“, stellt der Mediziner klar. Vorausgesetzt wird auch, dass sich die Spieler selbst in ihrer Freizeit fit halten. Zum Trainingsplan des Chefarztes gehört dabei auch ein wöchentliches Treffen mit Kollegen und Kolleginnen: Jeden Dienstagabend trainiert Dr. Trifyllis mit den „Franziskus-Kickern“, einer Betriebssportgruppe des St. Franziskus-Hospitals.

Fit mit den „Franziskus-Kickern“

Die „Franziskus-Kicker“ werden seit Jahren von einem weiteren fußballbegeisterten Chefarzt des St. Franziskus-Hospitals koordiniert: Der Gastroenterologe Prof. Dr. med. Bernhard Glasbrenner leitet die Klinik für Innere Medizin II des Krankenhauses. „Seit ich im Herbst 2000 ins St. Franziskus-Hospital kam, spiele ich in dieser Betriebssportgruppe Fußball“, sagt Prof. Glasbrenner. In seiner Anfangszeit habe es sogar noch Turniere gegeben, bei denen die Fußballmannschaften aller Hospitäler, die zu den Mauritzer Franziskanerinnen gehörten, gegen einander angetreten seien, erzählt er. Heute stehen neben dem Gesundheitsaspekt vor allem Spaß und Gemeinschaft bei der Fußballgruppe im Vordergrund, in der sich Mitarbeitenden aus allen Berufsfeldern treffen – Medizin, Pflege und Verwaltung. „Wir freuen uns, dass auch einige Kolleginnen regelmäßig bei den „Franziskus-Kickern“ dabei sind“, sagt Professor Glasbrenner. Gerne erinnert er sich an die Zeit, als eine Ordensschwester der Mauritzer Franziskanerinnen mit im Team war. Auch die Mitarbeitenden der Partnerunternehmen auf dem FranziskusCampus sind zum Training eingeladen. So entfaltet der gemeinsame Sport auch jenseits des Fußballfeldes seine positive Wirkung.

„Wenn man zusammen kickt und sich dann im Hospital begegnet, ist das einfach ein nettes Gefühl“

Prof. Glasbrenner

„Der Verein „Deutsche Fußball-Ärztemannschaft e.V.“ hat seinen Sitz in Mainz. Die Ziele des Vereins sind die Förderung des Sports zur Verbesserung und Pflege nationaler als auch internationaler Verständigung unter Medizinern, die Umsetzung gesellschaftlicher, ärztlicher Verantwortung auf humanitärer und caritativer Ebene und die Verbesserung des medizinischen Erfahrungsaustausches mit anderen in- und ausländischen medizinischen Universitäten, Gesellschaften und Vereinen.“

Website der Deutschen Fußball-Ärztemannschaft http://dfae.de/

Weitere Informationen:

Chefarzt Dr. med. Nikolaos Trifyllis
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
Hohenzollernring 70
48 145 Münster

Tel:  0251 935-3919 u. -3917
Fax: 0251 935-4482

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Chefarzt Professor Dr. med. Bernhard Glasbrenner
Klinik für Innere Medizin II
Hohenzollernring 70
48 145 Münster

Telefon: 0251 935-3906
Telefax: 0251 935-4065

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